M. A. Translatologie

Abschluss Master of Arts (M. A.)
Regelstudienzeit 4 Semester (inkl. Abschlussarbeit)
Studienumfang 3600 Zeitstunden (Präsenz- und Selbststudium)
Leistungspunkte 120 Leistungspunkte (Credit Points)
Aufnahme des Studiums zum Wintersemester

Studiengang mit Gütesiegel

Der Masterstudiengang Translatologie des IALT erhielt im September 2009 das Gütesiegel "EMT European Master's in Translation" der EU Kommission, Generaldirektion Übersetzen. Von über 90 Antragstellern in ganz Europa erhielten 2009 nur 34 Masterstudiengänge für Übersetzer dieses Gütesiegel, davon nur zwei in Deutschland (Universität Leipzig und FH Köln). Näheres zum EMT-Netzwerk und dessen Qualitätskriterien finden Sie hier.

Studienvoraussetzungen

Die allgemeine Qualifikation für das Studium wird durch einen berufsqualifizierenden Hochschulabschluss nachgewiesen.

Fachspezifische Zugangsvoraussetzungen sind:

  • Bestehen der Eignungsfeststellungsprüfung für den Masterstudiengang Translatologie sowie
  • Nachweis von Sprachkenntnissen für die gewählte B-Sprache (Sprachoption im Kernbereich) und die C-Sprache (Wahlbereich Translation) entsprechend dem Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen Stufe C 1 oder einem äquivalenten Nachweis für eine der folgenden Fremdsprachen: Englisch, Französisch, Russisch, Spanisch.
    Der Nachweis der Sprachkenntnisse für die gewählte B-Sprache ist mit der Anmeldung zur Eignungsfeststellungsprüfung zu erbringen. Der Nachweis für die Sprache im Wahlbereich ist bei Studienbeginn vorzulegen.
    Die Basissprache (sog. A-Sprache) ist in der jeweiligen Sprachkombination immer Deutsch.

Zulassungsbeschränkung: Das Bestehen der Eignungsfeststellungsprüfung ist Voraussetzung eine Immatrikulation in den Masterstudiengang Translatologie an der Universität Leipzig.

Studieninhalte

Bei dem Masterstudiengang Translatologie handelt es sich um einen konsekutiven Studiengang, der in der Regel auf einem translationsbezogenen Bachelorstudium aufbaut. Neben Studieninhalten zur angewandten Linguistik liegt der Schwerpunkt auf Fachübersetzen. Für den Schwerpunkt Fachübersetzen ist eine Sprachoption (Englisch, Französisch, Russisch oder Spanisch) für den Kernbereich festzulegen; darüber hinaus wird empfohlen, im Wahlbereich eine weitere Sprache ggf. auch mit translatorischem Profil zu belegen.

Gegenstand des Studiums ist die Vermittlung methodischen und theoretischen Wissens zur zielgerichteten Bewältigung typischer Probleme des Übersetzens sowie der interkulturellen Fachkommunikation. Zu diesem Wissensspektrum zählen insbesondere

  • spezifische Strategien des Wissenserwerbs und -transfers, einschließlich der für das Übersetzen relevanten kulturellen Zusammenhänge,
  • zweck- und adressatengerechte Produktion von Fachtexten,
  • terminologische, lexikographische und translatorische Methoden,
  • Arbeitsmittel und Technologien,
  • Qualitäts- und Projektmanagement.

Berufseinsatzmöglichkeiten

Der Masterstudiengang Translatologie bereitet auf eine berufliche Tätigkeit im Bereich interkultureller Fachkommunikation in Praxis, Lehre oder Forschung vor. Dabei kann der spätere Einsatzschwerpunkt sowohl stärker forschungsorientiert in der Angewandten Linguistik oder stärker anwendungsorientiert im Fachübersetzen liegen.

Übersetzer übertragen in erster Linie Fachtexte aus den Bereichen Technik, Recht oder Wirtschaft, in wesentlich geringerem Umfang auch geistes- und sozialwissenschaftliche oder literarische Texte. Neben der überwiegend freiberuflichen Tätigkeit als Übersetzer oder einer Anstellung in einem Übersetzerbüro bieten sich interessante Arbeitsmöglichkeiten in der freien Wirtschaft, bei Behörden oder internationalen Organisationen, die über eigene Sprachendienste verfügen. Auch in angrenzenden Tätigkeitsfeldern wie der Computerlinguistik, Dokumentation, Lexikographie oder Terminologie sowie im Bereich der Kommunikation – z. B. als Language Consultant oder technischer Redakteur – bieten sich berufliche Perspektiven.

Eine internationale Umfrage zur Berufspraxis von Übersetzern und Dolmetschern finden Sie hier

letzte Änderung: 19.05.2017