Mit den Profis in der Kabine

Mit den Profis in der Kabine

Am 15. November 2019 bot sich für die Studierenden des Masterstudiengangs Konferenzdolmetschen am IALT die einmalige Gelegenheit, mit professionellen DolmetscherInnen zusammen in der Kabine zu dolmetschen. Am Institut für Angewandte Linguistik und Translatologie (IALT) besteht seit langem eine Zusammenarbeit mit der AIIC (Association Internationale des Interprètes de Conférence), einem der renommiertesten Berufsverbände für KonferenzdolmetscherInnen weltweit. Im Zuge dieser Kooperation fand nun am 15. November 2019 ein Workshop statt, bei dem Vorträge in Englisch, Französisch und Spanisch gehalten und simultan ins Deutsche sowie in die jeweils anderen Sprachen verdolmetscht wurden. Dabei handelt es sich um ein Konzept, das den angehenden DolmetscherInnen am IALT wohlbekannt ist, denn auch die zweiwöchentlich stattfindende Mock-Konferenz bietet ihnen die Möglichkeit, ihre Dolmetschfähigkeiten bei einer simulierten Konferenz unter Beweis zu stellen.

Im Rahmen des AIIC-Workshops saßen die Studierenden nun aber nicht wie sonst mit ihren KommilitonInnen in der Kabine, sondern jeweils mit einem Mitglied der seit 1953 bestehenden AIIC. So konnten die Studierenden nicht nur einmal den Profis bei der Arbeit zusehen, sondern auch ein Feedback auf ihre Dolmetschleistung direkt aus der Praxis erhalten. So wurden beispielsweise die generelle Dolmetschleistung und der sprachliche Ausdruck in der Zielsprache bewertet, aber auch Hinweise zu Techniken und Strategien sowie dem Kabinenverhalten gegeben.

Die Bandbreite der vorgestellten Themen war so breit wie sie es auch auf dem wirklichen Dolmetschmarkt ist. So trugen Felicity Parker und Pauline Courvalin vom IALT zu den Themen postnatale Depression und Autismus-Spektrum-Störung vor, wohingegen sich Conrado Portugal von der AIIC in seinem Vortrag dem Thema Reality Shows widmete.

Im Anschluss an die Veranstaltung und auch im Rahmen des Nachwuchs-Abends der AIIC am selben Tag hatten die Studierenden ebenfalls die Möglichkeit, erste Kontakte zu knüpfen und Antworten auf brennende Fragen zu erhalten.

Prof. Dr. Tinka Reichmann

letzte Änderung: 25.11.2019