Forschung

Profilbestimmende Forschungsschwerpunkte

Profilbestimmende Schwerpunkte der Forschung am Institut für Angewandte Linguistik und Translatologie (IALT) sind Wissens- und Kulturtransfer und – in Fortführung der Leipziger Übersetzungswissenschaftlichen Schule – translatologische Studien mit Schwerpunkt auf Fachtextübersetzen, Qualitätsmanagement, Terminologieforschung und Didaktik des Dolmetschens/Übersetzens, in Verbindung mit interkultureller und Fachkommunikationsforschung, translatologisch orientierter komparativer Linguistik und lexikalischer Semantik; als neue Perspektiven der Forschung kamen  die Verbindung von Raum und Sprache in den romanischen Sprachen (insbesondere unter dem Aspekt von Sprache und Migration) sowie die satirische Kommunikation in Gestalt von Deskription und Übersetzung von Cartoons hinzu.

Sprach- und Übersetzungswissenschaft Englisch

  • Systematischer kontrastiver Vergleich ausgewählter Fachtextsorten im Englischen und Deutschen
  • Entwicklung und Erprobung eines Expertensystems zur Simulation von translatorischem Wissen
  • Terminologieforschung, Schwerpunkt: translationsorientierte computergestützte Terminographie
  • Untersuchungen zur kommunikativen Funktion und translatorischen Behandlung nonverbaler Elemente in Texten
  • Untersuchungen zur Beurteilung von Übersetzungen in Praxis und Lehre

Sprach- und Übersetzungswissenschaft Russisch

  • Objektivierung der Evaluation von Übersetzungsleistungen
  • Didaktik des Konferenzdolmetschens
  • Interkulturelle Probleme der Translation Russisch-Deutsch
  • Computergestützte translationsorientierte Textanalyse und Textproduktion Russisch
  • Translatologische Grundlagen des literarischen Übersetzens

Sprach- und Übersetzungswissenschaft romanische Sprachen

  • Varitätenlinguistik
  • Sprachkontakt und Minderheitensprachen
  • Synchrone Beschreibung des Wortschatzes ausgewählter romanischer Sprachen (einzelsprachlich wie im Sprachvergleich) für ein- und zweisprachige lexikographische Nutzung (Lexikontheorie, Phraseologie) unter besonderer Akzentuierung von Textkorpusanalysen (darunter verstärkt juristische Texte)
  • Untersuchungen zur translatorischen Kompetenz und deren Erweiterung und Unterstützung unter besonderer Berücksichtigung der Interrelation von lexikalischer Bedeutung und kognitiven Konfigurationen (Weltwissensrepräsentationen, Szenen, etc.)
  • kontrastiver Vergleich ausgewählter Fachtextsorten in den romanischen Sprachen und Deutschen unter besonderer Akzentuierung der kommunikativen Mikrofunktionen sowie von Unterschieden auf der Ebene der Mikrostrukturen(besonders der lexikalisch-syntaktischen Realisierungsmittel)
  • Untersuchung zum Syntax-Semantik-Interface am Beispiel spanischer Verben

Angewandte Sprachwissenschaft/Fachkommunikation

  • Methodologisch-methodische Weiterentwicklung interdisziplinärer Analysemodelle von Fachkommunikation
  • Kontrastive Untersuchungen zur Fachkommunikation aus verschiedenen Einzelsprachen (Englisch, Deutsch, Russisch, Italienisch, Bulgarisch, Französisch)
  • Konzeptionelle Erweiterung der interdisziplinären Fachsprachenforschung in Richtung Kognitionswissenschaft, Kulturwissenschaft, Fachwissenschaft(en) u.a. (Fachdenken, Fachlichkeits-, Verständlichkeitsforschung, fachgebiets- bzw. fachsprachenspezifische Vertextungsstrategien von an der Fachkommunikation beteiligten Kommunikationspartnern, Analyse von fachkommunikationsrelevanten Wissens- und Kenntnissystemen usw.)
  • Grundlagenforschung zur Entwicklung integrierter Fach-Sprache(n)-Studiengänge an europäischen Universitäten (Bozen, Trento, Ljubljana)
  • Interdisziplinäre Untersuchung von Strategien des Fachübersetzens (Fachübersetzen als komplexes Handlungsgefüge, Faktoren einer Fachübersetzungskompetenz u.a.)
  • Wissenschaftsgeschichtliche Betrachtung der Fachsprachenforschung als Disziplin der Angewandten Linguistik (Wechselverhältnis Linguistik – Angewandte Linguistik – Fachsprachenforschung).
letzte Änderung: 14.10.2016