Forschung

Profilbestimmende Forschungsschwerpunkte

Profilbestimmende Schwerpunkte der Forschung am Institut für Angewandte Linguistik und Translatologie (IALT) sind Wissens- und Kulturtransfer und – in Fortführung der Leipziger Übersetzungswissenschaftlichen Schule – translatologische Studien mit Schwerpunkt auf Fachtextübersetzen, Qualitätsmanagement, Terminologieforschung und Didaktik des Dolmetschens/Übersetzens, in Verbindung mit interkultureller und Fachkommunikationsforschung, translatologisch orientierter komparativer Linguistik und lexikalischer Semantik. Als neue Perspektiven der Forschung kamen die Verbindung von Varietätenlinguistik und Translatologie, Translation im Kontext von Minderheitensprachen, Translationsgeschichte, juristische Translation und audiovisuelles Übersetzen (Untertitelung, Audiodeskription, Opernübertitelung) sowie digitale Methoden in der Translation (Schwarmtechniken, Maschinelle Verarbeitungsverfahren) und die Verbindung von kognitiver Linguistik und Translatologie (Framesemantik, Diskurslinguistik) hinzu.

Das IALT ist am Forschungsprofilbereich Sprache und Kultur im Digitalen Zeitalter beteiligt. Der Profilbereich befasst sich mit der Anwendung, Entwicklung und kritischen Analyse digitaler Technologien und Medien in der geistes- und sozialwissenschaftlichen Forschung, sowie der Ausprägung von Sprache, Kultur und Wissens- und Kulturtransfer im Digitalen Zeitalter. Aus translationswissenschaftlicher Sichtbesteht besonderes Interesse an der Erforschung der Auswirkungen der Digitalisierung auf die tz mittelnde Kommunikation und auf die Translation selbst.

Das IALT ist Mitglied im Netzwerk #digitalegegenwart.

Translatologie

  • Perzeptive Translatologie
  • Translation und Recht
  • Translation und Digitalisierung
  • Hermeneutik und Kreativität in der Translation
  • Geschichte der Translation und der Translatologie, Oral history der Translation
  • Translationsdidaktik

Übersetzungswissenschaft

  • Korpusbasierte Sprach- und Übersetzungswissenschaft
  • Maschinelle Übersetzung und ihre Auswirkungen auf das Übersetzen
  • Softwarelokalisierung
  • Kognitive Ansätze der Übersetzungsforschung
  • Politisches Framing
  • Audiovisuelle Übersetzung
  • Übersetzungsevaluation
  • Translatologische Grundlagen des literarischen Übersetzens
  • Fingierte Oralität

Dolmetschwissenschaft

  • Didaktik des Konferenzdolmetschens
  • Dolmetschtechnologien und Ferndolmetschen
  • Geschichte des Dolmetschens
  • Dolmetschen im Kulturbereich (z.B. Theater, Festivals)
  • Juristisches Dolmetschen

Sprachwissenschaft

  • Varietätenlinguistik
  • Sprachkontakt und Minderheitensprachen
  • Synchrone Beschreibung des Wortschatzes ausgewählter romanischer Sprachen (einzelsprachlich wie im Sprachvergleich)
  • Terminologie- und Phraseologieforschung
  • Kontrastive Fachtextlinguistik
  • Fremdsprachendidaktik
  • Geschichte der Sprachwissenschaft und der Grammatikographie

Fachkommunikation

  • Methodologisch-methodische Weiterentwicklung interdisziplinärer Modelle der Fachkommunikationsforschung
  • Kontrastive Untersuchungen zur Fachkommunikation aus verschiedenen Einzelsprachen
  • Konzeptionelle Erweiterung der interdisziplinären Fachsprachenforschung in Richtung Kognitionswissenschaft, Kulturwissenschaft, Fachwissenschaft(en) u.a. (Fachdenken, Fachlichkeits-, Verständlichkeitsforschung, fachgebiets- bzw. fachsprachenspezifische Vertextungsstrategien von an der Fachkommunikation beteiligten Kommunikationspartnern, Analyse von fachkommunikationsrelevanten Wissens- und Kenntnissystemen usw.)
  • Interdisziplinäre Untersuchung von Strategien des Fachübersetzens (Fachübersetzen als komplexes Handlungsgefüge, Faktoren einer Fachübersetzungskompetenz u.a.)
  • Wissenschaftsgeschichtliche Betrachtung der Fachsprachenforschung als Disziplin der Angewandten Linguistik (Wechselverhältnis Linguistik – Angewandte Linguistik – Fachsprachenforschung).
letzte Änderung: 13.05.2019