Die Situation des Baskischen in den Medien

Die Situation des Baskischen in den Medien

Gastvorträge am 14. und 15. Mai 2019

Dr. Beatriz Zabalondo (Universität des Baskenlandes UPV-EHU)

Dienstag, 14. Mai 2015, 15:15–16:45 Uhr
NSG S122
Die Situation der Medien im Baskenland. Herausforderungen und Bedrohungen für Minderheitensprachen in der audiovisuellen Welt des 21. Jahrhunderts
Seit der Wiedereinführung der Demokratie nach dem Tod von Diktator Franco hat sich die baskische Medienlandschaft sehr verändert und weiterentwickelt. Vom ersten Boom in den 80ern bis zur Internetrevolution werden wir die Medien im Baskenland, ihre Typologie und Verbreitung, ihre Reichweiten und verfügbaren Mittel, die Unterstützung durch die Bevölkerung und die staatlichen Förderungen näher kennenlernen. Der Medienbereich befindet sich in ständiger Transformation und spiegelt den Fortschritt der baskischen Gesellschaft und die damit verbundenen Probleme und Herausforderungen wider, wie die Schließung der Zeitungen Egin und Egunkaria in den Jahren 1998 bzw. 2003. Mit einigen wenigen Ausnahmen wie der kurdischen Tageszeitung Azadiya Welat (1992), die von der türkischen Regierung mehrmals aufgelöst wurde, gehören die baskischen Zeitungen zu den wenigen in den letzten 25 Jahren in Europa aufgelösten Medien.In Europa ist Katalanisch die nicht-hegemoniale Sprache mit den meisten Medien, gefolgt von Baskisch, Walisisch und Galizisch. Zweifellos bedingt die soziolinguistische Situation jeder Sprache ihre Präsenz in den Medien und die Zukunft der Minderheitensprachen wiederum wird zum Teil im Medienbereich entschieden.

Mittwoch. 15. Mai 2019, 13:15–14:45 Uhr
GWZ Beethovenstraße 15, H4 5.16
EITB - baskisches oder baskischsprachiges Fernsehen?
In diesem Vortrag werden wir uns mit der Entstehung, Entwicklung und der gegenwärtigen Situation des baskischen Rundfunks (EITB) befassen und darüber sprechen, wie das baskische Fernsehen in einem Land ohne audiovisuelle Tradition geschaffen und umgesetzt wurde. Wir werden die Probleme und Unstimmigkeiten analysieren, die sich aus der Tatsache ergeben, dass innerhalb des EITB drei oder vier Kanäle in verschiedenen Sprachen (Baskisch und Spanisch) nebeneinander existieren.
Wir werden auch die schlechte Situation von baskischer Fiktion im Fernsehen aufzeigen, die sowohl in Eigen- als auch Fremdproduktionen praktisch nicht existiert und deren Publikum weit unter den Erwartungen liegt. Wir werden diese Situation auch mit der Situation der katalanischen und galicischen Medien vergleichen.
Die Programme, die in diesen Sprachen übertragen werden, sind Teil der FORTA (Federación de Organismos o Entidades de Radio y Televisión Autonómicos). FORTA ist ein gemeinnütziger Verein, der öffentliche Rundfunk- und Fernsehanstalten vereint, die durch die Gesetze der jeweiligen autonomen Regierungen gegründet wurden. Neben den drei öffentlichen Institutionen für Katalanisch, Galicisch und Baskisch umfasst die FORTA derzeit zwölf autonome Einrichtungen in Spanien.

letzte Änderung: 13.12.2019